Lesen. Denken. Schreiben.

Genre: Thriller | Cold-Case-Krimi

Worum es wirklich geht

17 Jahre ist es her, dass der elfjährige David beim Freitauchen im Rubinsee die Leiche eines Mädchens entdeckt. Die Polizei findet nichts, der Fall verschwindet in der Schublade, David wird erwachsen und baut sich als Tauchlehrer ein neues Leben auf. Mit der Vergangenheit will er nichts mehr zu tun haben.

Dann tauchen menschliche Knochen im See auf. Hannah ist überzeugt, dass es sich um das Mädchen aus Davids Geschichte handelt, und reist zu ihm, um endlich Antworten zu bekommen. David mauert. Zwischen den beiden entsteht trotzdem etwas, das keiner von beiden wollte.

Hannah lässt sich davon nicht abhalten. Sie gräbt weiter, ohne zu ahnen, worauf sie sich damit einlässt. Am Ende des Sees wartet mehr als nur eine alte Leiche.

Die zentralen Gedanken

Ich mag Bücher, die zwei Zeitebenen gegeneinander laufen lassen. Das funktioniert hier grundsätzlich: Vergangenheit und Gegenwart nähern sich Schritt für Schritt an, bis beide Stränge sich treffen.

Nur, genau das ist auch das Problem. Die Spannung baut sich zu langsam auf. Ich habe immer wieder gewartet, dass endlich etwas passiert, das mich wirklich packt. Das kam selten.

Auch die Liebesgeschichte zwischen David und Hannah wirkt aufgesetzt. Sie soll wohl zusätzliche Spannung erzeugen, bremst aber eher den eigentlichen Krimi aus.

Für wen sich das Buch NICHT lohnt

Wer straffes Tempo und einen Thriller zum Nichtmehrweglegen erwartet, wird hier enttäuscht. Auch wer mit vorhersehbaren Wendungen nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen. Alle anderen, die gerne gemütlich mit einem Buch am See sitzen und nicht viel Nervenkitzel brauchen, finden hier solide Unterhaltung.

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